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GELENKSENTZÜNDUNG
chronische,
rheumatoide, infektiöse, reaktive, infektreaktive,
eitrige, bakterielle, septische,
allergische, virale, paraneoplastische Gelenksentzündung,
Entzündung des Gelenks
Korrekterweise heißt es eigentlich nicht Gelenks entzündung sondern Gelen k entzündung. Gibt man den Begriff "Gelenksentzündung" in Suchmaschinen ein, so erhält man aber ebenfalls viele Treffer. Dies ist der Grund, warum wir im Folgenden weiterhin den Begriff "Gelenksentzündung" verwenden, wir wollen auch mit diesem Begriff weit vorne aufgelistet werden, so daß Sie uns finden.
Eine Gelenksentzündung bezeichnet der Mediziner als Ar thritis.
Betrifft die Entzündung nur ein Gelen k, so spricht man von einer Monarthritis, eine Oligoarthritis betrifft wenige Gelen ke, der Befall fast aller Gelen ke wird als Polyarthritis bezeichnet.
Die Symptome (= Krankheitszeichen) einer Gelenksentzündung sind meist Schmerz en, Schwellung, Überwärmung und/oder Bewegungseinschränkung des betroffenen Gelenkes. Seltener kann es auch zu einer Rötung (v. a. akute Formen), Gelenkerguß oder zur Eiteransammlung (Gelenkempyem) im Gelen k kommen. Im Verlauf einer chronischen Gelenksentzündung (= über einen längeren Zeitraum bestehenden Gelenksentzündung) sind die Spätfolgen meist ein Funktionsverlust des Gelen kes mit Destruktionen (= Zerstörung bestimmter Gelenksbestandteile), Fehlstellungen (= die Geometrie des Gelenkes wird verändert), Kontrakturen (Verkürzungen bestimmter das Gelen k umgebender Weichteilstrukturen, die zu einer Bewegungseinschränkung des Gelen kes führen) und Ankylosen (= Gelen kversteifung) (nach Pschyrembel, 258. Auflage; Gesundheitpro.de).
Die verschiedenen Formen einer Gelenksentzündung:
Eine Gelenksentzündung kann sehr viele verschiedenen Ursachen haben, im folgendem Absatz soll kurz auf die in Deutschland wichtigsten Formen einer Gelenksentzündung eingegangen werden:
Die häufigste Form der Gelenksentzündung in Deutschland ist die rheumatoide (= rheumaähnliche) Ar thritis, auch als pri mär chronische Polyar thritis bezeichnet, ca. 0,5% bis 1% der Gesamtbevölkerung in Deutschland leiden an dieser Gelenksentzündung. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Häufigkeit der Erkrankung zu, Frauen sind ca. 3 mal häufiger betroffen als Männer. Die rheumatoide Gelenksentzündung beginnt am häufigsten ab dem 35. bis zum 45. und über dem 60. Lebensjahr.
Es handelt
sich um eine chronisch-entzündliche, oft in Schüben verlaufende Erkrankung des
Binde-, Stütz- und Muskelgewebes mit Hauptmanifestation (= am
meisten betroffen) an der Gelenkinnenhaut
und an gelenknahen Strukturen (z.B. Schleimbeu
tel).
Die Ursache der
rheumatoide n Gelenks
entzündung ist noch nicht vollständig geklärt. Nachgewiesen ist eine
genetische Disposition (= vererbliche Veranlagung),
allerdings müssen auch bestimmte auslösende Faktoren vorhanden sein,
beispielsweise virale Infekte
(= durch Viren übertragene, ansteckende Erkrankungen),
metabolische Störungen (= Stoffwechselstörungen), endokrine Störungen
(= Störungen
des Hormonsystems), auch nervöse Einflüsse können eine Rolle spielen. Daraufhin
entwickelt sich eine Autoimmunreaktion (= eine Reaktion des körpereigenen
Abwehrsystems gegen den eigenen Körper). Eine rheuma
toide Gelenksentzündung kann sich in
unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit,
Gelenkschmerz in Ruhe,
bei Druck oder unter Belastung, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder
gelegentlich erhöhter Temperatur äußern. Spezifischere Symptome sind u. a.
Morgensteifigkeit der
Gelen
ke, Schwellungen vor allem der Han
d-, Fingergrund-
und –mittelgelenke, sowie verschiebliche, weiche Rheumaknötchen unter der Haut,
meist an der Streckseite der
Gelen
ke. Im Spätstadium zeigt sich oft eine starke
Deformation (= Verformung, Fehlstellung) und Destruktion
(= Zerstörung) der
Gelen
ke.
Auch können (seltener) innere Organe, aber auch die Augen befallen werden.
Neben der Anamneseerhebung (= Erörtern der Krankheitsvorgeschichte)
spielen bei der Diagnose der rheumatoide
n Gelenksentzündung verschiedene bildgebende Verfahren wie das Röntgen eine Rolle. Bei ca. 70-80% der
Rheumapatienten läßt sich ein so genannter Rheumafaktor nachweisen. Hierbei
handelt es sich um Antikörper, die gegen körpereigene Antikörper gerichtet sind.
Allerdings gibt es durchaus Rheumapatienten, bei denen dieser Rheumafaktor nicht
nachweisbar ist. Andere Verfahren wie Computertomographie, Kernspintomographie,
Szintigraphie spielen eine eher untergeordnete Rolle bei der Diagnose der rheu matoide n
Gelenksentzündung.
Eine kausale
(= auf die Ursache gerichtete) Therapie der rheumatoide
n Gelenksentzündung ist bisher nicht möglich, die Symptome der Krankheit
lassen sich aber bei frühzeitiger und adäquater Therapie gut beherrschen. Die
symptomatische Therapie mit nichtsteroidalen
Antirheumatika stellt einen
wichtigen Ansatz dar. Diese Medikamente wie Diclofenac, Ibuprofen oder Indometacin hemmen die Freisetzung von körpereigenen
Entzündungsbotenstoffen und mindern so die Schmerzen. Besonders
magenschonend sind in dieser Gruppe die sog. COX-2
Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®)
oder Etoricoxib (Arcoxia®),
allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden
zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer. Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib
und
Etoricoxib nicht auch noch vom Markt genommen werden, wie schon andere
Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Oft sind diese Medikamente
allerdings nicht ausreichend, zusätzlich müssen sogenannte Basistherapeutika
verschrieben werden. Goldpräparate (Tauredon®),
Methotrexat (MTX®),
Sulfasalazin (Azulfidine-RA®),
Chloroquin (Resochin®),
D-Penicillamin (Metalcaptase®),
Leflunomid (Arava®)
oder Azathioprin (Imurek®)
sind verschiedene Medikamente aus dieser Gruppe. Die Wirkung tritt erst nach
einigen Monaten ein, wegen verschiedener Nebenwirkungen sind regelmäßige
Blutbildkontrollen von Nöten. Die Medikamente müssen über längere Zeit, oft
sogar auf Dauer, eingenommen werden. Die Gabe von Kortisonpräparaten ist
ebenfalls eine sehr wirkungsvolle Therapie, die wegen der verschiedenen Nebenwirkungen
(Osteoporose, Gewichtszunahme, hormonelle Störungen u.a.) aber meist auf die
Phasen des akuten Krankheitsschubes begrenzt wird.
Weitere Therapieansätze
bietet die physikalische Therapie: Kälteanwendungen, vorsichtige
krankengymnastische Mobilisation, Ergotherapie, Elektrotherapie und
Bewegungsbäder sind nur einige der sehr umfangreichen Möglichkeiten.
In schweren
Fällen wird auch die intraartikuläre (= ins Gelen
k hinein) Injektion von
Kortisonpräparaten oder auch radioaktiven Substanzen zur Hemmung der Entzündung
angewendet. Hilfreich ist auch eine
spezielle Schmerztherapie in Form von
kontinuierlichen Ner ven- und Leitungsblockaden (siehe unten).
Als letztes Mittel stehen auch verschiedene operative Verfahren wie
die Synovektomie (= operative Entfernung der entzündeten Gelenkschleimhaut),
Korrekturoperationen (= Wiederherstellen der zerstörten Gelenkgeometrie), der
künstliche Gelenkersatz oder Gelenkversteifungen zur Verfügung (nach Rössler/Rüther; Orthopädie; Urban&Fischer Verlag, sowie Greten/Schettler; Innere
Medizin; Thieme Verlag).
Die infektiöse Gelenks entzündung wird durch eine Infektion (= Übertragung, Ansteckung) mit Bakterien, seltener mit Viren, ausgelöst. Die bakterielle infektiöse Gelenksentzündung wird auch eitrige oder septische Gelenksentzündung genannt. Sie tritt meist sehr plötzlich mit allen Symptomen einer akuten Entzündung auf. Der Patient hat meist Fieber, das Gelen k ist geschwollen, überwärmt, evtl. gerötet, die Beweglichkeit ist oft eingeschränkt und schmerzhaft. Eine Ursache ist die Übertragung der bakteriellen Erreger auf dem Blutweg. Von einem Streuherd (Mittelohrentzündung, Furunkel, Angina, Katheterspitze, usw.) ausgehend dringen die Keime in das Gelen k ein und verursachen so die Entzündung. Eine andere Ursache kann der Einbruch ins Gelen k einer in der Nachbarschaft ablaufenden Entzündung sein, z.B. bei einer Osteomyelitis (= Knochenentzündung) oder einer Phlegmone (= eitrige, bakterielle En tzündung in Weichteilgewebe). Allerdings kann auch eine direkte Keimeinschleppung ins Gelen k erfolgen, z.B. bei Verletzungen, bei Injektionen (= Spritzen) ins Gelen k oder auch bei Operationen. Therapeutisch muß der Streuherd saniert werden, d.h. der Ursprung der Keime muß entdeckt und behandelt werden. Meist geschieht das mit Antibiotika. Der Gelenkschmerz kann mit nichtsteriodalen Antiphlogistika (Entzündungshemmern) wie z.B. Diclofenac behandelt werden.
Eine virusbedingte
Gelenksentzündung ist
insgesamt sehr selten und dann hauptsächlich auf den Erreger der Ringelröteln (Parvovirus
B19) zurückzuführen. Betroffen sind vor allem junge Frauen, häufiger wird dann
die (falsche) Diagnose "chronische Polyar
thritis" gestellt. Der Virusnachweis
gelingt über die Polymerase-Ketten-Reaktion aus peripheren Leukozyten
(= weiße Blutkörperchen)/Knochenmark.
Auch das Rötelnvirus kann zu einer Gelenksentzündung führen. Interessanterweise auch
alleine schon durch Impfung im Erwachsenenalter. Desweiteren wäre noch das
Hepatitis-C-Vi rus (HCV) zu nennen.
Die reaktive Gelenksentzündung
ist eine Form der Gelenksentzündung, bei der keine Erreger im Gelen
k nachweisbar sind. Ausgelöst wird die Gelenksentzündung durch eine Immunreaktion des Körpers auf
eine außerhalb des Gelenkes gelegene Infektion (= Ansteckung,
Übertragung). Manche Autoren sprechen deshalb
auch von einer infektreaktive n
Gelenksentzündung. Wichtig für die Diagnosestellung
ist eine genaue Erhebung der in den Wochen vor der Gelenksentzündung durchgemachten
Infektionskrankheiten, wie grippale Infekte (= Ansteckungen,
Übertragungen), Durchfallerkrankungen u.ä..
Die
wohl bekannteste reaktive Gelenksentzündung ist die durch Zec
ken übertragene Lyme Krankheit. Sie wird durch Borrel
ien übertragen, die bei einem Zeckenstich
bzw. Zeckenbiß in die
menschliche Blutbahn gelangen. Nach 4-18 Tagen zeigt sich (nicht immer!) das so
genannte Eryt hema chronicum mig
rans, eine kreisförmige Rötung um den Zec
kenbiß herum, die an Größe zunimmt. Daneben treten
Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit und
Gekenk- sowie Muskelschmerzen auf. Die Diagnose erfolgt über Antikörper im Blut
(erst 3 Wochen nach Zec kenbiß möglich), allerdings muß schon bei Verdacht auf
Borreliose mit Antibiotika behandelt werden. Unbehandelt kann die Krankheit im
Spätstadium schwere Schäden der Gelen ke, des Nervensystems und des Herzens
hervorrufen. Es sei an dieser Stelle aber nicht verschwiegen, daß die Aussage, bei der Ly
me-Gelenksentzündung handle es sich um eine reaktive und damit nicht um eine direkte infektiöse Gelenksentzündung, kontrovers diskutiert wird. Tatsächlich gelingt es
nämlich, aus dem Gelenkpunktat Borrel ien
anzuzüchten, allerdings dauert dieser Vorgang mehrere Monate, so daß diese
Methode zur Nachweisführung nicht geeignet ist. Bei Verdacht auf eine
Lyme Borreliose wird deshalb auf Antikörper
getestet.
Eine weitere Form der reaktive n
Gelenksentzündung ist das r heumatische
Fieber, eine Folgeerkrankung nach einem Infe kt (= Ansteckung,
Übertragung) mit Streptokokken, die mit
Fieber, Gelenksentzündung, aber auch Herzbeteiligung oder Hautsymptomen einhergeht. Sie läßt sich über einen im Blut nachweisbaren Antikörper bestätigen (Anti-Streptolysin)
und wird mit Antibiotika therapiert.
Bei der indirekten, postinfektiöse n Gelenksentzündung kann zwar ein Antigen nachgewiesen werden, der Erreger selbst ist aber nur inkonstant nachweisbar, gleiches gilt für eine lokale (=örtliche) Vermehrung. Diese Form einer Gelenksentzündung findet sich bei Syphilis, nach Virushepatitis (= virusbedingte Leberentzündung) und Enteritis (= En tzündung der Darmwand, meist mit Durchfall und einem Darmschmerz einhergehend), hervorgerufen durch den Erreger Yersinia entercolitica.
Die Psoriasis-Ar thritis ist eine Form der Gelenks entzündung, die in Zusammenhang mit der Psor iasis (Schu ppenflechte) auftritt. Sie verläuft chronisch, kann eines oder auch mehrere Gelen ke betreffen und ähnelt im Verlauf der rheumatoide n Gelenksentzündung. Typisch ist der asymmetrische Befall der Gelen ke, an den Fingern sind oft alle 3 Gelen ke betroffen (so genannte „Wurstfinger“). Die Haut über den betroffenen Gelen ken ist oft verfärbt, es können auch die Kreuzdarmbeinfugen, die Wirbelgelen ke oder andere Gelen ke betroffen sein. Die Therapie der psoriasisbedingten Gelenksentzündung ähnelt der Therapie der rheumatoide n Gelenksentzündung.
Die
Gich t-Ar
thritis ist eine andere Art der Gelenksentzündung,
sie wird durch die Ablagerung von Urat-Kristallen (Harnsäurekristalle) in den Gelen
ken
ausgelöst. Man unterscheidet eine primäre und eine sekundäre Form. Die
primäre Form ist erblich, entweder liegt eine vermehrte Bildung oder eine
verminderte Ausscheidung von Harnsäure vor. Die sekundäre Gich
t entsteht durch
ein endogenes (= vom Körper selbst verursachtes) oder exogenes
(= von außen
zugeführtes) Überangebot an Purinen, den Stoffen, deren Abbauprodukt die
Harnsäure ist. Ab einer bestimmten Konzentration im Blut fällt die Harnsäure
aus, es kommt zur Ablagerung von Harnsäurekristallen in den Gelen
ken. Das erste
Gelen k, an dem eine Gich
t auftritt, ist fast immer das Großzehengrundgelen
k. Die
Erstmanifestation (= erstes Krankheitszeichen) erfolgt oft nach einer sehr umfangreichen Mahlzeit oder nach
erhöhtem Alkoholkonsum, aber auch nach einem Infekt (=
Ansteckung, Übertragung), Trauma (=
Verletzung) oder Streßsituationen. Meist tritt der Schmerz nachts auf und kann über Stunden, Tage
oder Wochen andauern. Es kommt oft zur Bildung von Gich
ttophi (= Gichtknoten),
in denen die Urat-Kristalle angehäuft sind, meist findet man sie im Ohrknorpel
oder am Großzehengrundgelen k.
Die Diagnose erfolgt über die Beschreibung der Art
und Lokalisation der Schmerzen, der Untersuchung der Gelen
ke, der Bestimmung des
Harnsäurespiegels im Blut (über 7 mg% bei Männern, 6 mg% bei Frauen) und über
Röntgen-Aufnahmen. Die Therapie muß auf verschiedenen Wegen angegangen werden.
Zuerst ist eine purinarme Diät sowie Alkoholkarenz (=
Verzicht) wichtig. Als Basistherapie
werden Medikamente verwendet, welche die Harnsäuresynthese im Körper hemmen (Urikostatika,
z.B. Allopurinol), aber auch Medikamente, welche die Ausscheidung der Härnsäure
über die Niere erhöhen (Urikosurika, z.B. Benzbromarom). Im akuten Gich
tanfall
wird sowohl mit nichtsteroidalen Antiphlogistika als auch mit dem
Entzündungshemmer Colchizin behandelt (nach Rössler/Rüther; Orthopädie;
Urban&Fischer Verlag).
Die sogenannte allergische Gelenksentzündung entsteht meist aufgrund einer Unverträglichkeitsreaktion, meist gegenüber Medikamenten. Hiervon sind vor allem Jugendliche betroffen, oft ist das Kniegelen k befallen.
Auch verschiedene Erkrankungen wie Zuckerkrankheit, Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion können mit einer Gelenksentzündung einhergehen. Wechselbeziehungen bestehen zwischen Gelenkverschleiß (Arthrose) und Gelenksentzündung.
Dann gibt es
noch die sog. paraneoplastische Gelenksentzündung, als Folge bzw. im
Gefolge einer Tumorerkrankung. Im weitesten Sinne handelt es sich hierbei
eigentlich auch um eine reak tive (tumorreak
tive) Gelenksentzündung. Gar nicht so selten
treten die Symptome (= Krankheitszeichen) der
Gelenksentzündung sogar zuerst auf. Die Gefahr, daß der Tumor (zunächst) übersehen wird,
ist natürlich groß.
An eine paraneoplastische Gelenksentzündung muß besonders bei folgenden
Tumor-Formen gedacht werden:
Weiblicher Brustkrebs
Krebs der Vorsteherdrüse
Lungenkrebs (insbes. Bronchialkarzinom)
Der Vollständigkeit halber müssen auch die verschiedenen Formen der chronisch juvenilen (= jugendlichen) Gelenksentzündung erwähnt werden. Da diese Art hritis-Form in der Schmerztherapie nur eine untergeordnete Rolle spielt, beschränken wir uns auf die Weiterleitung zu einer hierfür kompetenten Internetseite, klicken Sie dazu hier: http://www.art hritis.ch/dt/ra/disease/juvenile.html
Spezielle Schmerztherapie bei einer Gelenksentzündung:
Persistierende (= trotz Basisbehandlung verbleibende) Beschwerden / Schmerzen sind bei Gelenksentzündung leider oftmals sehr hartnäckig und geben dann Anlaß zu einer speziellen Schmerztherapie.
Sehr bewährt hat sich die therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika), insbesondere in Form von kontinuierlichen Nervenblockaden mittels eingepflanztem Katheter. Eine wichtige Nebenwirkung dieser Therapie ist eine begleitende Symphatikolyse (= Erweiterung der Blutgefäße), denn unter einer guten Durchblutung heilen entzündliche Prozesse sicher ab. Hinzu kommt die überaus wichtige Tatsache, daß bei einer verbesserten, lokalen (= örtlichen) Durchblutung auch spezifische Medikamente (im Falle der infektiöse n Gelenksentzündung Antibiotika, evtl. antivi rale Substanzen oder auch Antimykotica (= Mittel gegen Pilze)) viel besser und effektiver wirken können.
Daß Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Methodenbeschreibung "Kontinuierliche (repetitive) Nervenblockaden mit Katheter":
Nervus femoralis (vorderer
Oberschenkelnerv): Bei dieser Methode suchen wir von der Vorderseite des
Oberschenkels her, handbreit unterhalb des Leistenbandes mit einer Kanüle in der
Tiefe den Oberschenkelnerv auf und legen in die Nervenscheide (Gewebsumhüllung
des Nerven) einen dünnen Kunststoffschlauch (Katheter) ein. In den nächsten 2-3
Wochen spritzen wir dann mehrmals täglich eine verdünnte
örtliche Betäubungsmittellösung ein. Dabei wählen wir die Konzentration des Wirkstoffes
so, daß die grobe Kraft und damit die Beweglichkeit erhalten bleibt, aber die
Schmerzempfindlichkeit deutlich herabgesetzt oder gar aufgehoben ist.
Anwendungsbereiche:
Kniegelenkschmerzen
und teilweise
Sprunggelenkschmerzen.
Gegen Hüftgelenksschmerzen kann vorgenannte Methode verändert angewendet werden (der sog. 3 in 1-Block oder die Pl exus lumbal is-Blockade): Wenn man die Menge der örtlichen Betäubungsmittellösung erhöht (ca. 25-35 ml) und während des Einspritzens den Oberschen kel abstaut, wird die Wirkstofflösung nach oben getrieben (innerhalb der Nervenscheide) und betäubt weitere Ner ven, die die genannten Körpergebiete versorgen.
N.
isch
iadicus: Bei dieser
Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem
Gesä
ß,
den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen
Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (Gewebsumhüllung) ein. In den
folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine
verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach
Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Nerven zu einer
Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit.
Anwendungsbereiche:
Gelen
ke im Fu
Plexus brachialis: Die Einpflanzung des Katheters erfolgt nahe der Achselhöhle am inneren Obera
Hier gelangen Sie zu den einzelnen, ausführlicher dargestellten Formen einer Gelenksentzündung (Arthri tis):
Psori asis-Gelenksentzündung, Ly me-Gelenksentzündung, Gelenksentzündung bei Gicht, infektiöse Gelenksentzündung, eitrige Gelenksentzündung, infektreaktive Gelenksentzündung, virale Gelenksentzündung, rheumatoide Gelenksentzündung
Aktualisiert: 03.08.05
A
Abdoninaler Schmerz,
Chronischer
Abdominalschmerz,
abdomineller Schmerz,
Achillessehnenschmerzen,
Afterschmerz,
Algurie,
Amputation,
Analschmerz,
Apoplexia,
Armschmerz,
Arthralgie,
Arthropathien,
Arthrose (www-1-arthrose.de),
Arthrosen,
B
Bandscheibenschaden,
Bandscheibenschmerz,
Bauchschmerz (www.bauch-schmerz.de),
Bauchschmerzen (1), Bauchschmerzen
(www.bauchschmerzen.org)(2),
Bandscheibenschädigung,
Beckenringsyndrom,
Beckenschmerz,
Beingeschwüre,
Beinschmerz,
Belastungsschmerz,
Berührungsschmerz,
Bewegungsschmerzen,
Blasenschmerz,
Borrelieninfektion (www.borrelieninfektion.de),
Brachialgie,
brennende Füße,
brennender Schmerz,
Brennschmerzen,
Brustentfernung,
Bursitis,
Brustkorbschmerz,
Brustschmerz,
Bursitiden,
Brustwirbelsäule,
C
Cephalgie,
Cephalgien,
Cervicalsyndrom,
Chondropathie,
Chronic pelvic pain,
chronische Bauchschmerzen
(www.crohn-krankheit.de/bauchschmerzen),
chronische Gastritis,
chronische Kopfschmerzen (www.kopfschmerzen.li),
chronischer Kopfschmerz (1) (www.1-kopfschmerz.de)
chronischer Kopfschmerz
(2) (www.1-kopfschmerz.de/kopfschmerz),
chronische Kreuzschmerzen (www.kreuzschmerzen.li), chronische
Rückenschmerzen
(www.1-rueckenschmerzen.de),
chronischer Rückenschmerz (www.1-rueckenschmerz.de), Chronischer
Schmerz
(www.schmerz-chronischer.de)
D
Dammschmerz,
Darmschmerz,
Dauerkopfschmerzen,
Dauerschmerzen,
Daumenschmerzen,
Diabetisches Fußsyndrom (www.fussyndrom.de),
Diskusprolaps (www.diskusprolaps.com),
Diskotomie (www.diskotomie.de),
Dorsalgie (www.dorsalgie-schmerztherapie.de),
Durchblutungsstörungen,
Durchbruchschmerzen,
Dysästhesie,
Dyspepsie
E
Eingeweideschmerzen,
Ellbogenschmerzen,
Enddarmschmerz,
Engpaß-Syndrom,
Enthesopathie,
Entzündung,
Entzündungsschmerzen,
chronischer
Extremitätenschmerz
F
Fersenschmerzen,
Fingerarthrose,
Fingerschmerzen,
Fingergelenksschmerzen,
Flankenschmerz,
Flanken,
Fußgelenkschmerzen, Fußschmerz (www.fussschmerz.com),
Fußschmerzen,
Fußsohlenschmerzen,
Fußsyndrom
G
Ganzkörperschmerzen,
Gastritis,
Gehirninfarkt, Gelenkkrankheiten,
Gelenksarthrose,
Gelenksentzündung (www.gelenksentzuendung.de),
Gelenkerkrankung,
Gelenkserkrankung,
Gelenkrheuma,
Gelenkrheumatismus,
Gelenkschmerzen in der Hüfte,
Gelenkschmerz (www.gelenkschmerz.co.uk),
Gelenkschmerzen (1),
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(2),
Genickschmerzen,
Genitalschmerz (www.genitalschmerz.de),
Geräusche in den Ohren,
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Gesichtsschmerz (www.gesichtsschmerz.com),
Gliederschmerz
(http://www.glieder-schmerz.de),
Glossodynie,
Gonalgie,
H
Halbseitenkopfschmerz,
Handgelenksschmerzen,
Handschmerzen,
Hemialgie,
Hemicrania,
Hinterkopfschmerz,
Hirnischämie,
Hodenschmerz,
Hüftgelenke,
Hüftgelenksentzündung,
Hüftschmerz,
Hüftgelenksschmerzen,
Hüftgelenkschmerzen,
Hypästhesie,
Hyperalgie,
Hyperpathie,
I
Idiopathischer Kopfschmerz,
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/ www.xn--ischmie-8wa.com),
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Ischiasbeschwerden,
Ischämischer Schmerz,
Ischiasschmerzen
K
Karzinom,
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Kieferschmerz,
Kniegelenkentzündung,
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Kompressionssyndrome,
Kopfschmerzanfall
((auch Migräne (www.migraene.co.uk)),
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(1),
Kopfschmerzen (2),
Kopfschmerzen (3),
Kopfschmerzen
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L
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Lymphstauung,
M
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Muskelschmerz,
Muskelkrampf,
Muskelverkrampfung,
muskuloskelettaler
Schmerz, Myalgie,
Myoarthropathie, chronisches
myofaciales Schmerzsyndrom,
myofasciales Schmerzsyndrom,
myofasziales Schmerzsyndrom,
myofasziale
Schmerzsyndrome,
myofaciale
Dysfunktion
N
Nackenkopfschmerzen,
Nackenschmerz,
Nackenschmerzen,
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Neoplasma,
Nervenentzündungen,
Nervenerkrankung,
Nervenkompression,
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Nervenläsion,
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Nervenwurzelkompression,
Neuralgie (www.neuralgie.com),
Nervenwurzelsyndrom,
Neuropathien,
Neuropathie,
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Neuropathischer
Schmerz,
Nierenschmerz
O
Oberbauchschmerz,
Oberschenkelschmerz,
Ohrschmerz (www.ohr-schmerz.de),
Ohrenschmerzen,
Organschmerz,
Orofazialer Schmerz,
oromandibuläre Dysfunktion,
Osteitis,
Osteoporose (www.osteoporose-1.de),
Ostitis,
Ostitis pubis
P
Parästhesie,
Penisschmerz,
Periostitis,
Polyarthritis,
Polymyalgia,
Polyneuropathie (www.polyneuropathie.com),
Polyneuropathien,
Polyradikulitis,
Postthrombotisches Syndrom,
primärer
Kopfschmerz,
Proktalgie,
Protrusion,
Pseudoradikuläres Syndrom,
Q
Querschnittsyndrom
R
Rachenschmerzen,
Radikuläres Syndrom,
Radikulitis,
Radikulopathie,
Referred pain,
Rektumresektion,
Rheumaschmerz,
Rheumaschmerzen,
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Rückenschmerzen
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Rundrücken (www.xn--rundrcken-u9a.de),
Ruheschmerz
S
Sausen in den Ohren,
Schläfenkopfschmerz,
Schienbeinschmerzen,
Schläfenschmerzen,
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Schleudertrauma (www.schleudertrauma.li),
Schmerz (www.1-schmerz.de)
(1),
Schmerz (2),
Schmerz-chronischer,
Schmerz-neuropathischer,
Schmerz und Depressionen (www.schmerz-depressionen.de),
Schmerz im Abdomen,
Schmerz nach Amputation,
Schmerz im Bauch,
Schmerz der Beine,
Schmerz in der Bauchhöhle,
Schmerz im Becken,
Schmerz im Bein,
Schmerz in den Beinen,
Schmerz bei
Berührung,
Schmerz bei
Berührungen,
Schmerz bei Bewegung,
Schmerz bei
Bewegungen,
Schmerz in der Blase,
Schmerz in der Brust,
Schmerz der Eingeweide,
Schmerz in den
Extremitäten,
Schmerz in den
Fersen,
Schmerz der Füße,
Schmerz in der Flanke,
Schmerz im Fuß,
Schmerz am Gaumen,
Schmerz in den
Gliedern,
Schmerz in der Harnblase,
Schmerz in der Hüfte,
Schmerz in den
Hüften,
Schmerz bei Karzinom,
Schmerz im Kiefer,
Schmerz im Kiefergelenk,
Schmerz im Knie,
Schmerz im
Kniegelenk,
Schmerz im Knochen,
Schmerz im Kopf,
Schmerz im Kreuz,
Schmerz in der Leiste,
Schmerz im Rücken,
Schmerz in der Schläfe,
Schmerz in der Schulter,
Schmerz-myofaszialer,
Schmerzanfall,
Schmerzattacke,
Schmerz im Brustbein,
Schmerz im Brustkorb,
Schmerz im Darm,
Schmerz im Gaumen,
Schmerz im Gesicht,
Schmerz in der Hand (www.hand-schmerz.de),
Schmerz im Hoden,
Schmerz im Hüftgelenk,
Schmerz im Leib,
Schmerz im Magen, Schmerz im Nacken,
Schmerz der Nase,
Schmerz im Ohr,
Schmerz im Oberbauch,
Schmerz im
Oberschenkel,
Schmerz im Rücken,
Schmerz
im Schultergelenk,
Schmerz im
Steißbein,
Schmerz im Thorax,
Schmerz im Unterarm,
Schmerz im Unterleib,
Schmerz im Schienbein,
Schmerz im
Unterbauch, Schmerz bei Tumor,
Schmerz in der Wade,
Schmerz-viszeraler,
Schmerzerkrankung,
Schmerzkliniken,
Schmerzkrankheit,
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U
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V
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